















last update: 13.11.2003
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Der Assistent im Haushalt und Pflegebereich
Das Szenario Roboterassistent für Haushalt und Pflege zielt auf den Einsatz
robotischer Assistenzsysteme in häuslichen Alltagsumgebungen. Für den Einsatz von
Robotern im Haushalt gibt es verschiedene Motivationen: Während einerseits
Komfortgesichtspunkte zusammen mit den sich ändernden gesellschaftlichen
Rahmenbedingungen für den Einsatz künstlichen Personals im gewöhnlichen Haushalt
sprechen, gibt es andererseits eine zunehmende Anzahl von Haushalten, deren
Bewohner aus Krankheits- oder Altersgründen einer physischen Unterstützung im
Alltag bedürfen. Robotersysteme werden in diesem Umfeld direkt mit dem Menschen
zusammenarbeiten, weshalb einer möglichst natürlichen Interaktion von Mensch und
Maschine eine zentrale Bedeutung zukommt.
Der Roboterassistent im Haushalt soll zum Teil gemeinsam mit dem Menschen
einfache Hausarbeiten verrichten. Dies sind neben Hol- und Bringdiensten, Aufgaben
wie das Tischdecken oder einfache Reinigungsaufgaben. Er wird sich dazu in den
verschiedenen Räumen einer Wohnung bewegen müssen, ohne mit Menschen oder
Mobilar zu kollidieren.

Assistent im Haushalt und Pflegebereich
(Designstudie)
Die Interaktion mit dem Assistenzsystem wird zum einen zum Zweck der
Kommandierung und Belehrung des Roboters erfolgen, zum andern bietet sie jedoch
auch interessante Möglichkeiten zur Leistungssteigerung des Gesamtsystems.
Bisherige Robotersysteme kommen in der Regel mit der hohen Komplexität und dem
Variantenreichtum von Alltagsumgebungen nur ansatzweise zurecht. Diese stellen
hohe Anforderungen an die Intelligenz und Autonomie, welche mit dem gegenwärtigen
Stand der Technik nicht vollständig befriedigt werden können. Ein Mindestmaß an
Interaktionsfähigkeit bietet dem System eine Möglichkeit, sich Hilfestellungen des
Bedieners nutzbar zu machen, um seine direkt verfügbare Kompetenz zu erweitern.
Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Kommunikation für den Bediener
einigermaßen natürlich ist und von ihm somit nicht als Last empfunden wird.
Als dem Menschen natürliche Kommunikationskanäle bieten sich vor allem Sprache
und Gestik an. Es wird dementsprechend davon ausgegangen, dass die
Interaktionspartner des Roboters sich zumindest über Sprache und Gesten äußern
können. Die Interaktion kann weiterhin über ein spezielles, multimodales Bediengerät
laufen, wobei eine Interaktion auch aus Nachbarräumen möglich wäre. Neben Sprache
und Gesten wird in manchen Situationen auch eine direkte physische Interaktion
stattfinden, beispielsweise kann der Roboter zu Zwecken der Belehrung vom Bediener
geführt werden.
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